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Der Vorstand des SRLB e.V. bedankt sich für die vielen guten Wünsche zum Jahreswechsel und freut sich auf die weiterhin gute Zusammenarbeit.

 

Tätigkeitsbericht des Vorstandes für Dezember 2008 bis November 2009

 Mitgliederentwicklung

Der Seniorenrat des Landes Brandenburg e.V. umfasst gegenwärtig 44 Mitglieder: 18 Seniorenbeiräte der Landkreise und der kreisfreien Städte, 23 Seniorenorganisationen und Projekte und 3 Persönliche Mitglieder nach § 4, (1), c. Hinzugekommen ist der Seniorenbeirat der Prignitz, der – wie es unsere Satzung vorsieht - leider noch nicht förmlich um Aufnahme gebeten hat. Als weitere Mitglieder bestätigte der Vorstand den Brandenburgischen Seniorenverband e.V. und „Senioren in School Brandenburg e.V.“. Irritationen gab es um die Mitgliedschaft des Brandenburgischen Seniorenverbandes, der aus dem BRH hervorgegangen ist. Da sich nicht alle Mitglieder des BRH dem Seniorenverband angeschlossen haben und auf die weitere Mitgliedschaft des BRH im Deutschen Beamtenbund im Seniorenrat des Landes Brandenburg bestanden, baten wir den Seniorenverband, um Aufnahme in den Seniorenrat neu nachzusuchen. Obwohl der Brandenburgische Seniorenverband die direkt aus dem BRH hervorgegangene, Mitglieder starke und aktiv arbeitende Organisation ist, kam er unserer Bitte nach. Die weitere Entwicklung des BRH im Deutschen Beamtenbund bleibt abzuwarten.

 Inhaltliche Schwerpunkte unserer Arbeit

 

Grundlage unserer Arbeit sind die 2007 verabschiedeten Leitlinien zur Seniorenpolitik der Landesregierung „Alt werden im Land Brandenburg" und die mittlerweile von zahlreichen Landkreisen, Städten und Gemeinden auf Anregung und unter aktiver Mitarbeit der Seniorenbeiräte erarbeiteten Seniorenpolitischen Leitlinien, Prinzipien der Seniorenpolitik oder Altenpläne. Da nach dem zwischen der SPD und der Partei „Die Linke“ geschlossenen Koalitionsvertrag „die Koalition die Leitlinien evaluieren und fortentwickeln“ wird, können wir davon ausgehen, dass die erfolgreiche aktivierende und ressortübergreifende Seniorenpolitik der Landesregierung fortgesetzt wird.

 

Der Seniorenrat des Landes Brandenburg stellte  folgende Aufgaben in den Mittelpunkt seiner Arbeit:

 

·        Die Sorge um gesicherte Lebensbedingungen der älteren Generation und die Schaffung von Voraussetzungen für ein aktives, selbstbestimmtes Leben im Alter und das Bemühen um gleichartige Lebensbedingungen auch im ländlichen Raum.

      Aus dieser Sicht sind die seit Jahren nicht nur in den Veranstaltungen der Brandenburgischen Seniorenwoche immer wieder auftretenden Forderungen der Senioren nach besseren Bedingungen der medizinischen Versorgung, nach der Gemeindeschwester, nach Rentengerechtigkeit, nach einem funktionierenden öffentlichen Personennahverkehr etc. wichtige Gradmesser dafür, wie die Senioren sich in Brandenburg zu Hause fühlen. In den Gesprächen mit Politikern wird immer wieder deutlich, dass dringend notwendige Veränderungen leider nur schleppend in Gang kommen. Umso notwendiger ist es, ständig zu prüfen, ob und wie die Meinungen der Seniorinnen und Senioren Ernst genommen werden, wie mit den in den Gesprächen geäußerten Fragen, Beschwerden, Hinweisen in den Kommunen umgegangen wird, um ihnen unsererseits gegebenenfalls Nachdruck zu verleihen.

     

·        Die wirkliche Teilhabe der Seniorinnen und Senioren an politischen Entscheidungen, die ihre Lebenslage betreffen. Dazu gehört das  Ringen um die Realisierung der in der Brandenburgischen Kommunalverfassung ( § 19)  verankerten Möglichkeiten für die Bildung von Seniorenbeiräten in den Landkreisen, Städten und Gemeinden und ihre Legitimation in den nach den Kommunalwahlen 2008 zu beschließenden Hauptsatzungen. Nach der geltenden Kommunalverfassung waren die Kommunen verpflichtet, 6 Monate nach der Kommunalwahl ihre Hauptsatzung zu beschließen. Nach oft kontroversen Diskussionen, gelang es einer Reihe von Seniorenbeiräten ihren Status nach §19 mit der Hauptsatzung zu legitimieren. Anderen gelang dies nicht. Alle Seniorenbeiräte setzen ihre Arbeit unter den örtlichen Bedingungen und den konkret gegebenen Voraussetzungen ihrer Tätigkeit (Ernennung, Berufung, Zusammenarbeit mit einem Seniorenbeauftragten u.a.m.) fort. Für die Seniorenbeiräte der Landkreise und kreisfreien Städte ist anzustreben, dass § 19 geltend gemacht wird und sie im Sinne der Kommunalverfassung sukzessive in die Hauptsatzung aufgenommen werden. Für alle anderen ist anzustreben, dass sie bis spätestens mit Beginn der Wahlperiode 2014 in die Hauptsatzung aufgenommen werden und dafür in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Vertretungskörperschaft das Verfahren nach § 19 und § 41 der Kommunalverfassung erarbeitet wird. Für neu entstehende Seniorenbeiräte sollte von Beginn an die Aufnahme in die jeweilige Hauptsatzung geklärt werden. Diese Fragen wurden auf der Zusammenkunft der Vorsitzenden der Seniorenbeiräte am 19.01.2009 und auf der Klausurtagung am 29.10.2009 mit Vertretern des MI und des Städte- und Gemeindebundes sowie auf der Grundlage eines Entwurfs für eine Handreichung gründlich diskutiert. An der Handreichung wird unter Beachtung der Ergebnisse der Diskussion weiter gearbeitet. Sie soll baldigst in Druckform erscheinen.

 

·        Der Beitrag, den die ältere Generation mit ihrer vielfältigen ehrenamtlichen Arbeit für den sozialen Zusammenhalt, das solidarische Zusammenleben der Generationen, in der Nachbarschaftshilfe, bei der Unterstützung der Heimbetreuung, in Kultur und Sport, in der Bewahrung von Bräuchen und Traditionen leistet. Alle Möglichkeiten der Unterstützung und Ehrung der ehrenamtlichen Arbeit im Land und in den Kommunen sind auszunutzen. Der Seniorenrat hat zum 14.Tag der ehrenamtlichen Seniorenarbeit 2009 10 Seniorinnen und Senioren und eine Gruppe mit Schülerinnen und Schüler mit der vom Ministerpräsidenten überreichten Ehrenurkunde des Seniorenrates geehrt. Zum Tag des Ehrenamts 2008 überreichte Ministerin Dagmar Ziegler in einer stimmungsvollen Feierstunde an 10 Seniorinnen und Senioren den Veltener Teller.

 

·        Das Eintreten für Toleranz und Menschlichkeit, gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus bei Jung und Alt und die Weiterentwicklung der freundschaftlichen Kontakte zu polnischen Seniorinnen und Senioren.

 

Diese Aufgaben standen im Mittelpunkt aller Aktivitäten des Seniorenrats und seines Vorstands. Sie bestimmten die Mitgliederversammlung, die Sitzungen des Vorstands und die Arbeitsberatungen des geschäftsführenden Vorstands.

Zu ihrer Realisierung tragen vor allem die im Seniorenrat organisierten Seniorenbeiräte der Landkreise und der kreisfreien Städte sowie die Vereine, Verbände und Institutionen, die sich in Brandenburg der Seniorenarbeit widmen, mit ihren Mitteln und Möglichkeiten bei.

 Mitgliederversammlungen und Vorstandsarbeit

 

Der Seniorenrat arbeitet nach einem von der Mitgliederversammlung bestätigten Jahresarbeitsplan. Die beiden Mitgliederversammlungen, die fünf Vorstandssitzungen (12.01.; 09.03.; 04.05.; 07. 09.; 05.10.) und die monatlichen Arbeitsberatungen des geschäftsführenden Vorstands fanden satzungs- und geschäftsordnungsgemäß statt. Von allen liegen Protokolle vor.

Es hat sich bewährt, dass sich die Mitgliederversammlung neben den Vereinsangelegenheiten mit einem seniorenpolitisch relevanten Problem befasst. So diskutierten wir auf der Mitgliederversammlung am 18. April 2009 mit Ministerin Dagmar Ziegler den Bericht „Lebenslagen in Brandenburg. Chancen gegen Armut“.

 

Als wichtige Aktivitäten seien genannt:Die Vorbereitung und Durchführung der 16. Brandenburgischen Seniorenwoche unter dem Motto „ Sozial gesichert, aktiv leben – für alle Generationen“  vom 14. bis 21. Juni 2009, die Eröffnungsveranstaltung am 13. Juni 2009 in der Pfarrkirche Neuruppin.

Über die Ergebnisse der 16. Brandenburgischen Seniorenwoche liegt allen Mitgliedern ein umfassender detaillierter Bericht vor. Er wird diesem Tätigkeitsbericht als Anhang beigefügt. (Siehe auch „AG Brandenburgische Seniorenwoche“ dieses Berichts.)Abschluss der Kooperationsvereinbarung mit der Koordinierungsstelle für das Handlungskonzept „Tolerantes Brandenburg – für eine starke und lebendige Demokratie mit Zivilcourage gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit“ am 18. April 2009. Der Inhalt dieser Vereinbarung wurde in mehreren gemeinsamen Zusammenkünften erarbeitet. Zu seinem Zustandekommen trug die Arbeit von Frau Kersten, die den Seniorenrat nun schon seit Jahren im „Aktionsbündnis“ vertritt, maßgeblich bei. Ihr sei herzlich gedankt.Die Aktivitäten zu den Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen 2009, Befragungen von Kandidaten zu seniorenpolitischen Fragen, zur Sozial- , Wohnungs- und Gesundheitspolitik, vor allem zu ihrer Haltung zur Angleichung der Rentensysteme Ost-West.Der zu Jahresbeginn nun schon traditionelle Erfahrungsaustausch mit den Vorsitzenden und Schatzmeistern der Seniorenbeiräte der Landkreise und der kreisfreien Städte am 19. 01.2009.Die zweitägige Klausurtagung mit dem Vorstand des Seniorenrats und den Vorsitzenden der Seniorenbeiräte der Landkreise und der kreisfreien Städte am 29. und 30. 10. 2009 in der Heimvolkshochschule Seddinersee über Fragen der Brandenburgischen Kommunalverfassung, den Stand der Einrichtung von Pflegestützpunkten in Brandenburg und einem wirkungsvollen Umgang der Seniorenbeiräte mit den Medien.

 

 

Das Gewicht des Seniorenrats ist spürbar gewachsen. Der Seniorenrat ist mit Anforderungen konfrontiert, von deren Notwendigkeit wir wissen, deren Erfüllung jedoch im Ehrenamt kaum noch zu gewährleisten ist.  Wenn der Seniorenrat sich trotzdem den wachsenden Anforderungen, einer Flut von Anfragen, Bitten und Einladungen noch - so gut es geht -  gewachsen zeigen konnte, ist es nicht zuletzt das Verdienst der Geschäftsstelle. Wir bedanken uns herzlich bei Frau Hahne für die Erledigung der vielen kleinen Dinge, die alle auf ihre Art so wichtig sind, für ihre unermüdliche selbständige Arbeit, deren Wert wir oft erst sehen, wenn Frau Hahne mal nicht da ist. Tatkräftige Unterstützung findet die Geschäftsstellenarbeit nach wie vor bei Frau Gerlach, die als Schriftführerin nicht nur für die zuverlässige Protokollarbeit gerade steht.

 Die Arbeit der Arbeitsgruppen des Seniorenrats

 

Diese Arbeit hat sich gut entwickelt. Die Mitglieder der Arbeitsgruppen haben sich zusammengefunden, arbeiten selbstständig und erfüllen wichtige Aufgaben, die vor dem Seniorenrat als Ganzem stehen. Dank ihrer Tätigkeit konnte der Seniorenrat seiner Rolle als beratendes Gremium für Fragen der Seniorenpolitik und den zunehmenden Anforderungen nach Stellungnahmen besser gerecht werden. Die Einsetzung der Arbeitsgruppen, ihre Zusammensetzung und ihre Leitung wurden satzungsgemäß auf der Mitgliederversammlung am 18.04.2009 beschlossen.

 

AG Internationale Zusammenarbeit

 

Die AG Internationale Zusammenarbeit ist mit ihren Aktivitäten stets bemüht, die bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zwischen deutschen und polnischen Seniorinnen und Senioren zu fördern und ihre Organisierung zu koordinieren. Bei neuen Kontakten ist sie beratend und unterstützend tätig.

Zur AG gehören 5 Mitglieder. Wir bedauern, dass Herr Roggow (KSB Barnim) aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mehr mitarbeiten kann.

Nach dem Ausscheiden von Herrn Gottfried Bodenmüller (OSL) leitet auf Beschluss der Mitgliederversammlung Frau Monika Pohl (UM) die AG.

Die vier im Arbeitsplan festgelegten Beratungen wurden durchgeführt.

Inhaltliche Schwerpunkte waren:Kontakte zwischen der AG und dem Vorstand des Polnischen Verbandes der Ruheständler, Rentner und Invaliden in Zielona Gora. Hierfür ist die jahrelange gute persönliche Verbindung von Herrn Schimmack (SPN) zu Frau Kuczynska, Vorsitzende des Verbandes, sehr förderlich. Das zeigte sich bei der Beratung im Mai 2009 in Zielona Gora, die in einer freundschaftlichen Atmosphäre verlief und konstruktive Ansätze einer verbesserten Zusammenarbeit aufwies. Zu diesem Arbeitstreffen hatte Frau Kuczynska Frau Heppener und die Mitglieder der AG eingeladen. Da beim polnischen Verband eine strenge zentralistische Führung besteht, musste von unserer Seite  beachtet werden, polnische Befindlichkeiten zu respektieren.Erarbeitung eines Fragespiegels, mit dem die Kreisseniorenbeiräte um Auskunft über ihre Zusammenarbeit mit Polen gebeten werden. Mit diesen Angaben will die AG die bisher vorhandene Übersicht über Kontakte und Beziehungen zu polnischen Seniorinnen und Senioren vervollständigen und aktualisieren.Erfassung der Teilnahme der polnischen Delegation im Vorfeld der BSW und Vergabe und Abrechnung der vom Vorstand bereitgestellten finanziellen Mittel.Vorbereitung der VI. Deutsch-polnischen Seniorenkonferenz, die im September 2010 in Ratsdorf bei Eisenhüttenstadt zum Thema „Deutsche und polnische Seniorinnen und Senioren unter dem Dach der Europäischen Union“ stattfinden wird und für deren Durchführung der Seniorenrat des Landes Brandenburg verantwortlich ist. Die von der AG erarbeitete Konzeption wurde vom Vorstand bestätigt und der polnischen Seite zugeleitet. Am 24.11.2009 wird ein erster Meinungsaustausch zwischen Frau Pohl, Herrn Schiemack und Frau Kuczynska stattfinden. Die Finanzierung der Konferenz erfolgt durch Projektförderung der Euroregion Pro Europa Viadrina, durch Landesmittel und Eigenmittel des SRLB.Der Besuch eines Altenheimes in der polnischen Stadt Tursk vermittelte Erfahrungen für die Seniorenarbeit auf sozialem Gebiet.

 

 

AG Brandenburgische Seniorenwoche

 

Auch zu dieser AG gehören 5 Mitglieder. Leiterin ist Frau Gerlach.

Ihre Aufgaben sind: Die BSW konzeptionell vorzubereiten,Voraussetzungen für eine Entscheidung des Vorstandes für die Vergabe von Fördermitteln zu schaffen,Probleme der jeweiligen BSW zu analysieren und in Gesprächen mit den Vorsitzenden zu erörtern,an der Vorbereitung der Eröffnungsveranstaltungen im Land Brandenburg mitzuwirken,die Beziehungen zu den polnischen Seniorinnen und Senioren in den Grenzkreisen zu festigen,im Rahmen der Seniorenwoche den Gedanken der Solidarität zu stärken und Aktionen zu organisieren,die Ergebnisse der Seniorenwoche zusammenzustellen, sie zu analysieren und öffentlichkeitswirksam zu machen.

 

Ausgehend davon, dass sich im Motto der Seniorenwoche die Kontinuität unserer Arbeit widerspiegelt, vertritt die AG in Übereinstimmung mit dem Vorstand und den meisten Vorsitzenden der Kreisseniorenbeiräte die Auffassung, dass sich das jeweilige Motto von Jahr zu Jahr nur in Details ändern sollte. Das Zusammenleben der Generationen wird in unserem Lande immer bedeutungsvoller. Deshalb soll es folgerichtig auch Thema der Seniorenwoche sein. Die BSW  ist ebenso eine Woche der gemeinsamen Erlebnisse, der Geselligkeit, der Freude und des Frohsinns wie auch eine Woche aktiver politischer Tätigkeit. Das zeigen auch die vielen Gespräche mit Abgeordneten, Mitarbeitern der Verwaltungen und das Auftreten der Landräte, der Beigeordneten und der Bürgermeister.

 

Die KSB haben auch in diesem Jahr eine umfangreiche Arbeit zur Vorbereitung und Durchführung der 16. BSW geleistet. Dafür unseren herzlichsten Dank. In insgesamt über 840 Veranstaltungen mit nahezu 56.000 Teilnehmern konnte das gesamte Spektrum der Seniorenarbeit sichtbar gemacht werden. Veranstaltungen mit einem hohen künstlerischen Anspruch waren ebenso begehrt wie solche, in denen die Kinder- und Seniorengruppen ihr Können darstellten.

Etwa 850 polnische Seniorinnen und Senioren haben als Gäste oder Akteure unsere Seniorenwoche bereichert. Die Arbeit der Seniorenbeiräte im grenznahen Gebiet und die Arbeit der AG Internationale Verbindung zeigt hier Wirkung.

Für die Konzeption der 17. BSW schlagen wir die Fortsetzung des diesjährigen Mottos  mit einer Nuancierung vor, die auf das internationale Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung hinweist. Die Konzeption wurde vom Vorstand bestätigt. Sie liegt allen Mitgliedern des Seniorenrats vor.

In diesem Jahr sind die statistischen Abrechnungen und Berichterstattungen leider wiederum nur schleppend erfolgt. Anders hingegen die finanziellen Abrechnungen. Wir bedanken uns -und das nicht nur im Namen der Schatzmeisterin -  dafür, dass die Abrechnungen im Wesentlichen korrekt und fristgemäß eingegangen sind.

 

 

AG Soziales/Gesundheit

 

Die Arbeitsgruppe trifft sich vierteljährlich, bei Bedarf auch kurzfristig. Ihr gehören 6 Mitglieder an. Leiterin ist Frau Gärtner.

Mit der Erarbeitung von Stellungnahmen zu den Referentenentwürfen für soziale Gesetzesvorhaben der Landesregierung leistet die AG für den Seniorenrat eine unersetzbare Arbeit. So diskutierte sie über den Gesetzentwurf „ Altenpflegehelferinnen und Altenpflegehelfer“, für den Frau Dr. Hoedt eine Stellungnahme entwarf. Ebenso beschäftigte sich die AG mit dem Gesetzentwurf über die Neuordnung heimrechtlicher Verordnungen. Frau Dr. Hoedt vertrat den Seniorenrat bei der Anhörung im Ausschuss für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie des Landtages.

Die AG nimmt regelmäßig Berichte von Frau Dr. Hoedt über ihre Arbeit im Landespflegeausschuss entgegen. Schwerpunkte dieser Arbeit sind:

-         Ausgestaltung des Heimrechts,

-         Überarbeitung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs,

-         Eckpunkte zu Organisation, Struktur und Aufgaben von Pflegestützpunkten und Pflegeberatung,

-         Feststellung von bestehender oder drohender ärztlicher Unterversorgung. Die Möglichkeit des Einsatzes von Gemeindeschwestern.

 

Hauptschwerpunkt der Arbeit der AG waren Rentenfragen, deren Diskussion die AG auch weiterhin kontinuierlich verfolgt. So informierte sie sich über einen „Rentengipfel“, der in Rostock stattfand und auf dem die Überfälligkeit der Angleichung der Renten Ost an West wiederholt festgestellt wurde. Weiter diskutierte sie eine Stellungnahme über die erfolgte Rentenanpassung zum 1. Juli 2009. Diese wurde von den Rentnerinnen und Rentnern begrüßt, war in dieser Höhe jedoch nur möglich, weil die Rentenformel für zwei Jahre ausgesetzt wurde. Für unsere Diskussion über die Rentenangleichung Ost-West sei auf die Auslassung der Kanzlerin auf dem Seniorentag Juni 2009 in Leipzig hingewiesen: „In dieser Legislaturperiode ist mit der Rentenangleichung nicht zu rechnen. Alle Parteien sehen das als eine Dringlichkeitsaufgabe für die nächste Wahlperiode an. Wenn Sie tiefer in die ganze Frage einsteigen, dann bemerken Sie, dass das ein sehr kompliziertes Geflecht ist. Ich stehe dazu, dass wir eine solche Angleichung von Ost nach West brauchen. Ich würde, wenn Sie mich nach dem Zeitrahmen fragen, sagen, dass das Thema in den ersten beiden Jahren der nächsten Legislaturperiode erledigt sein soll.“ Die AG ist der Meinung, dass seitens des SRLB die Forderung nach Rentenangleichung auf der Grundlage seines Beschlusses vom 05.05.08 weiter forciert werden muss.

Wichtige Informationen holte sich die AG auch vor Ort. So informierte sie sich über den Aufbau von Pflegestützpunkten und wird 2010 bei einem Pflegestützpunkt hospitieren. Auf großes Interesse stieß ein Besuch im Projekt „Aufbau des Mehrgenerationenhauses in Luckau“. In LDS gibt es bereits 5 solcher Einrichtungen, die allesamt gut angenommen werden. Es handelt sich dabei nicht um gemeinsames Wohnen, sondern um Möglichkeiten für alle Generationen, sich zu treffen und Kontakte zu pflegen. Sie sollen Pflegestützpunkte nicht ersetzen, sondern kompetente Ansprechpartner für Betroffene sein. Im Haus treffen sich u. a. Krabbelgruppen, Migranten-  und Seniorengruppen.

 

 

5. Die Öffentlichkeitsarbeit des Seniorenrats

Im März 2009 waren wir mit einem Infostand auf der 4. Brandenburger Senioren- und Gesundheitsmesse „Vital und 50 plus“ vertreten. Wir zeigten eine Powerpoint Präsentation über den Seniorenrat, Infomaterial und Präsentationen der Seniorenbeiräte aus den Landkreisen und kreisfreien Städten.

Unser Dank für diese erfolgreiche Teilnahme an der Messe gilt neben Frau Krebs-Wenzel dem Seniorenbeirat der Stadt Cottbus, besonders Herrn Peter Pollack, der gemeinsam mit Frau Krebs-Wenzel diese Präsentation gestaltet hat.

Wir hatten sehr viele Besucher aus der Umgebung von Potsdam (PM, LOS, Brandenburg), die sich über die Arbeit des Seniorenrates und der Kreisseniorenbeiräte informieren wollten. Es gab Nachfragen zur Rentenpolitik, Armut, Computereinsatz, Freiwilligenarbeit. Es wäre nützlich, wenn sich zur 5. Brandenburger Seniorenmesse  noch mehr Vorsitzende der Kreisseniorenbeiräte für die Betreuung des Infostandes bereit erklären würden.

Die Wahrnehmung der 16. Brandenburgischen Seniorenwoche in der Presse war nach Einschätzung der KSB-Vorsitzenden gut. Dies gilt sowohl für die Veranstaltungen in den Landkreisen und kreisfreien Städten wie auch für die zentrale Veranstaltung des Seniorenrates in Neuruppin. Die Kontakte der Seniorenbeiräte zu den örtlichen Pressevertretern und des Seniorenrates zur Landespresse haben sich gefestigt. Wir sind in der Pressearbeit einen Schritt vorangekommen.

2009 waren wir in zwei größeren Publikationen vertreten:

-                   Broschüre „Seniorenvertretungen“, herausgegeben von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesseniorenvertretungen. Hier wurden zwei Projekte der Seniorenbeiräte der Städte Potsdam und Brandenburg vorgestellt.

-         In der jährlich erscheinenden Publikation des „Apercu-Verlags „Wohnen im Alter".

            Die 54-seitige Broschüre bietet einen Überblick über altersgerechte Wohnstrukturen

            und stellt verschiedene Wohnmöglichkeiten vor: Seniorenfreundliche, barrierefreie

            Wohnungen, Betreutes Wohnen, Seniorenwohnparks, Senioren- und Pflegeheime.   

            Auch generationsübergreifende Wohnprojekte werden vorgestellt.

 

Wissen & Erfahrung hat sich schwerpunktmäßig mit der Neufassung des § 19 der Kommunalverfassung befasst und mit dem Doppelheft 2/3 umfassend und lebendig über die vielen Veranstaltungen der 16. Brandenburgischen Seniorenwoche in den Landkreisen, Städten und Gemeinden berichtet. Die Zuarbeit der einzelnen Mitgliedsverbände sowie der jeweiligen Beiräte sollte intensiviert werden. Hier ist noch viel Potential vorhanden, das wir nicht brachliegend lassen sollten.

Geplant ist noch ein Dezemberheft mit einem Bericht über die Klausurtagung Ende Oktober in Seddinersee. Wir danken Frau Schnarr für ihre Arbeit, die sie trotz familiärer und persönlicher Schwierigkeiten leistete. 2010 sollen vier Hefte mit jeweils einem Schwerpunktthema erscheinen. Hierzu sollten die Mitglieder des Seniorenrats auch eigene Vorschläge unterbreiten. Und natürlich bitten wir um intensive Zusammenarbeit mit W&E. Frau Schnarr unterstützt hierbei gerne die Beiräte und jeden, der Unterstützung braucht mit Rat und Tat.

 

 

 

Bestätigt durch die Mitgliederversammlung des Seniorenrats des Landes Brandenburg e.V.

Potsdam, den 09.11.2009

 

 

 

                                      



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